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Herzlich willkommen bei neues lernen!

Seit Ende 2005 heißt das Ökobildungswerk neues lernen.

Das Ökobildungswerk entstand 1982 aus der Umweltbewegung heraus. Wir haben es gegründet für Menschen, die mit uns ökologische Fragen diskutieren und Antworten finden wollten – Antworten, die unserem Bedürfnis nach alternativen Lebensentwürfen entsprachen und eine neue politische Denkweise forderten.

Unsere Idee war es, ein Lernforum für Menschen mit einem ganzheitlichen Verständnis von Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung zu sein. Entsprechend konzipierten wir unser Programm: Wir brachten nicht nur Köpfe, sondern auch Gefühle und Beine in Bewegung beim Tanzen, Entspannen, beim Sprachen lernen. Ganz praktisch lernten wir miteinander, was zu einer ökologischen Lebensgestaltung dazu gehört – biologischer Gartenbau, Anlage von Feuchtbiotopen oder Grasdächern. In Kochkursen führten wir in Vollwerternährung ein, zeigten die Zubereitung von Speisen mit Kräutern oder entdeckten Geheimnisse außereuropäischer Küchen.

Kommunalpolitische Themen wie die Luftsituation von Köln oder die Nitratbelastung der Kölner Bucht standen neben den großen politischen Themen: Ob es die Lage des Waldes in Deutschland war, der internationale Rüstungswettlauf oder die Katastrophe in Tschernobyl – im Ökobildungswerk haben wir die Diskussionen der Zeit geführt, über Themen gesprochen, die uns bewegten, und eigene Zukunftsszenarien entwickelt.

Wenn unser Programm den Spagat zwischen Bodenständigkeit und der Lust am Visionären schaffte, dann war dies vor allem ein Verdienst unserer Teilnehmer/innen, die mit Anregungen und Wünschen zu uns gekommen sind. Sie haben das Angebot immer lebendig und überraschend gehalten – so war das Ökobildungswerk Teil gesellschaftlicher Entwicklungen mal mit, mal gegen den Wind.

Heute sind ökologische Themen gesellschaftlich breit verankert. Sie brauchen uns zwar noch als gesellschaftliche Lobby, doch nicht mehr als „Gegenöffentlichkeit“.

Die politische Durchsetzung findet im parlamentarischen System statt – umweltrelevante Informationen werden in Print-Medien, Internet und Fernsehen verbreitet – schneller, als wir es je konnten.

Die ursprüngliche Aufgabe des Ökobildungswerkes ist erfüllt oder wird an anderen Stellen weiterverfolgt. So sehen es auch unserer Teilnehmer/-innen: ihr Interesse – an der Nachfrage ablesbar – hat sich verlagert:

Seit geraumer Zeit wächst die Nachfrage nach Seminaren der beruflichen Bildung. Denn eine sich immer schneller verändernde Arbeitswelt fordert von uns, lebenslang zu lernen, um beruflich ,am Ball’ zu bleiben.

Gleichzeitig wächst das Interesse am Lernen für sich selbst: die eigene Sicht auf die Welt zu klären, sich selbst zu finden, den Bedürfnissen des Körpers nach Entspannung und Pflege, oder auch dem scheinbaren Gegenteil – nach sportlicher Belastung und Grenzerkundung nachzuspüren.

Viele Menschen vertrauen dem Ökobildungswerk gerade in diesen Fragen, weil es ein Bildungsangebot aus einem ganzheitlichen Verständnis von Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung heraus entwirft – jenseits kurzlebiger Moden.

Diese Entwicklung spiegelt der Name „Ökobildungswerk“ nicht mehr wider; er begrenzt unser Selbstverständnis und die Wahrnehmung von außen. Er ist historisch richtig, doch zu wenig zukunftsweisend.

Darum haben wir uns einen neuen Namen gegeben.

Der neue Name ist ein Versprechen: Wir bleiben neugierig. Wir ändern uns weiter. Wir bleiben uns treu. Wir sind eine lernende Organisation.

Auch in Zukunft steht für uns Individualität und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt, und wir werden diese weiterhin mit einem ganzheitlichen Programmkonzept für Körper, Geist und Seele unterstützen.

„Neues Lernen“ war beim Ökobildungswerk von Anfang an Programm: Neue Ideen, neue Sichtweisen und Erfahrungen. Insofern ist der neue Name auch Zeichen für Kontinuität. Er ist ein zeitgemäßer Ausdruck unserer Identität als ökologisch denkende und handelnde Organisation.